Barrierefreie Mobilität in jedem Alter

Unsere Gesellschaft wird immer älter und das Leben soll bis zum Schluß lebenswert sein. Wer selbstbestimmt, selbständig und mobil bis ins hohe Alter bleibt, ist glücklicher und zufriedener.
 

Mobilität im Alter ist für mich Radeln im bzw. ohne Alter. Warum ohne Alter? Radfahren sollte in jedem Alter problemlos und sicher möglich sein. Sei es mit einem Zweirad oder auf drei Rädern, zu Fuß oder mit dem Scooter, wir müssen weg von autozentrierter Verkehrsplanung, im öffentlichen Raum sollen sich alle Menschen sicher von A nach B bewegen können, ganz egal wie alt sie sind. 


Der Pensionseintritt veränderter das Leben der Senior:innen enorm, auch das Mobilitätsverhalten. Der ÖPNV, das Zu Fuß Gehen und das Radfahren gewinnen an Bedeutung. Mein Ziel ist Senior:innen möglichst früh von den Vorteilen des 3Rads zu überzeugen, denn 3Rad fahren kann man auch noch wenn die Kräfte, die Koordination, die Reaktionsfähigkeit und das Gleichgewicht nachlassen. 

 Seit 2014 beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Transporträder und da kommt man an Kopenhagen nicht vorbei. Per Zufall bin ich damals auf Cycling without age/Radeln ohne Alter gestoßen. Die Kombination von Sozialem, Freiwilligenarbeit und Radfahren hat mich sofort in den Bann gezogen. Ausflüge mit Rikschas für Menschen die selbst nicht (mehr) Radfahren können, ihnen wieder Zugang zur Natur und gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen, ist ein Geschenk und wird mit Dankbarkeit reich belohnt. Heute, 10 Jahre nach der Vereinsgründung, gibt es österreichweit 45 Radeln ohne Alter-Standorte. 

Im Laufe der Zeit wurde mir die Lücke zwischen dem Zweirad fahren und dem Rikscha fahren bewusst. Ich fing an mich mit Erwachsenendreirädern zu beschäftigen und erkannte sehr schnell die positiven Auswirkungen. Ich realisierte, was Mobilität tatsächlich bedeutet und wieviel Selbstbestimmung und soziale Kontakte das Dreirad den Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zurückgibt. Ich erfuhr wieviele Menschen sich auf dem Zweirad unsicher fühlen und das Radfahren aufgeben oder aufgrund von Unfällen oder Krankheiten plötzlich nicht mehr Zweirad fahren können.

Barrierefreiheit soll in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit werden, indoor und outdoor, im Wohnbau, im Fuß- und auch im Radverkehr. 

stabil mobil

stabil mobil erzählt Geschichten und Erfahrungen von Menschen die durch das 3Rad völlig neue Lebensqualität zurück bekommen haben.


Mobilität

Mobilität steht für: 

  • Beweglichkeit, das Vermögen eines Lebewesens, sich fortzubewegen und unterschiedliche Haltungen einzunehmen

  • räumliche Mobilität, Beweglichkeit von Personen und Gütern im geographischen Raum


  • soziale Mobilität, Wechsel von Personen oder Gruppen zwischen unterschiedlichen sozio-ökonomischen Positionen


Seit Jahren befasse ich mich mit dem Thema Mobilität und kam zum Schluss, dass das Fahrrad das optimale Fortbewegungsmittel ist. Es zieht sich wie ein roter Faden durch alle meine Projekte.